Luigi Rinaldo LEGNANI (1790-1877)
Gitarrist, Sänger und italienischer Komponist. Er beginnt seine musikalischen Studien im Gesang und an der Gitarre im Alter von acht Jahren. Sein Debut gibt er am Theater von Ravenne im Alter von 17 Jahren. Dort singt er Arien in den Opern von Donizetti und Rossini. 1819 veröffentlicht er bei Ricordi (Mailand) sein erstes Werk. 1822 unternimmt er eine erste Konzert-Tournee durch Europa. Seine Karriere wird ihn nach Österreich, Deutschland, der Schweiz, Frankreich und Rußland führen. 1835 kommt er nach Genua, wo er Paganini begegnet und einige Konzerte mit ihm im Duo spielt. (Vorankündigung ihres Benefizkonzerts am Theater von Corignano in Turin, am 9. Juni 1837). 1838 gibt Legnani Konzerte in Dresden, dann in Wien und im folgenden Jahr in München. 1842 zieht er nach Spanien um, und tritt in Madrid und Barcelona auf. Seine Konzertaktivität hat mindestens bis 1850 gedauert, dem Jahr in dem er nach Italien zurückkommt und in Ravenna, der Stadt seiner Kindheit bleibt. Er beginnt dort eine zweite Karriere, nämlich als Geigenfabrikant, eine Tätigkeit, die er bereits 1833 in Wien mit dem Geigenbauer Stauffer begonnen hat. In Ravenna baut er Geigen und Gitarren von guter Qualität, von denen einige immer noch existieren. Er ist am 5. August 1877 in seinem Haus nach einer langen und ergiebigen Karriere gestorben. Legnani war ein produktiver Komponist, sein Nachlaß umfaßt 250 Werke. Er hat bei den wichtigsten europäischen Verlagen von 1819 bis 1850 veröffentlicht.
Luigi Legnani (1790-1877) Caprice n°5 opus 20